Tränen unterm Regenbogen

LGBTIQA*+

steht für "lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter*, queer, asexuell, aromantisch und agender". Der Asterik (das Sternchen) drückt die Unvollständigkeit der Bezeichnungen aus. Mehr dazu hier.

 

Awareness und Resilienz

Nicht nur Menschen im Spektrum des Regenbogens sind privat wie beruflich Minoritätenstress ausgesetzt. Auch Rassismus, Sexismus und die Zugehörigkeit zu bestimmten ethnisch-religiösen Gruppen kann wie das Vorhandensein einer Diagnose den Alltag stark beeinträchtigen. Es braucht dann eine Extraportion Resilienz: Die Fähigkeit auch in stressigen Zeiten wieder bei sich selbst ankommen zu können.

 

I try to be an ally.

Als weiße Person im queeren Spektrum bin ich selbst nur wenigen Diskriminierungsformen ausgesetzt. Ich gebe mein Bestes regelmäßig dazuzulernen! Insbesondere Literatur- & Podcasttipps sind sehr willkommen.

Because representation matters: Pride-Flagge von Daniel Quasar. Ein Klick! führt Dich zur Geschichte
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Bewusstsein

Sich anders zu verorten als die Mehrheit - oder schlicht aus den verfügbaren Kategorien herauszufallen-, kann genauso schmerzhaft sein wie aufgrund äußerlich erkennbarer Merkmale ausgegrenzt zu werden. Das nagt am Selbstwert, schadet unseren sozialen Beziehungen und erhöht die Wahrscheinlichkeit an einer Depression, Stressfolgeerkrankung oder Angststörung zu erkranken.

Sensibilität

Es ist mir ein Anliegen Dich individuell ernst und wahrzunehmen. Da wir privat arbeiten, kann auf Wunsch das Stellen einer Diagnose entfallen. Pathologisierende Strukturen des Gesundheitssystems kann ich nicht wettmachen und es macht oft Sinn (z.B. bei Geldknappheit) sich ihrer zu bedienen. Aber ich kann Deinen Prozess solidarisch begleiten - Mit all der Wut, den Tränen & dem Frust, der dann zum Vorschein kommen mag.

Empowerment

Therapie ist nicht alles. Gerne suchen wir nach einer Unterstützungsstruktur in Deiner Nähe. Menschen mit derselben Identität, Sexualität oder Körperlichkeit kennen zu lernen, kann Dir Kraft und Halt geben. Generell, und wenn manchmal nichts mehr geht. Zum Glück gibt es spezialisierte Anlaufstellen für Queere Jugendliche, inter*Personen, Transitionswunsch, Elternschaftsfragen, Polybeziehungen, Kink/BDSM und vieles mehr*.


Die Aktualität von DIskriminierungserfahrungen im Gesundheitssystem

Gerade Homo- und Transfeindlichkeit gehen auch von Akteur*innen in Medizin, Psychotherapie und Sozialer Arbeit aus. Inter*Personen wird ihre Existenz mitunter komplett abgesprochen. Diese Erfahrungen sitzen tief, das Vertrauen in die Welt ist beschädigt: Schließlich suchen viele aufgrund brennender Fragen, auf der Suche nach Orientierung oder wegen körperlicher / psychischer Beschwerden nach kompetenten Ansprechpersonen. 

 

Für angehende Verbündete empfehle ich diese Doku über sog. Konversions"therapien" (CN! Homofeindlicher Content). Diese sind aktuell noch erlaubt. Ein Gesetzesentwurf zum Verbot (2020) liegt vor.


Sich zur Wehr setzen - Was tun bei Gewalt gegen Queers & People of Color?

Leider steigen die Zahlen an Beleidigungen, körperlicher Gewalt und Diskriminierung gegen LGBTIQA*+ Personen weiterhin rasant an. Bitte nutze die Möglichkeit jeden Vorfall anonym zu melden, damit der Mehrheitsgesellschaft das volle Ausmaß klar werden kann. Trägerin dieses Projekts ist das Berliner Netzwerk Maneo. Eine Anzeige (S. 13/14) bei der Polizei ist zudem zu erwägen.

 

Suchst du lokale Unterstützung? Hier findest du als junge*r Queer Adressen in der Region Hannover. Die Betroffenenberatung Niedersachsen bietet zudem digital & vor Ort juristische Beratung und eine Meldeoption bei rechten, rassistischen und antisemitischen Übergriffen an.